Was wird im Förderprogramm HeiztauschPLUS bezuschusst?

Als konkretes Instrument des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 dient HeiztauschPLUS der Umsetzung des Handlungsfelds „Gebäude und Stadtentwicklung“. Ziele der Fördermaßnahme sind die deutliche Reduktion des Endenergieverbrauchs, die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien, auf CO₂-ärmere Brennstoffe und auf effizientere Anlagen.

Als Werkzeuge des Programms HeiztauschPLUS fungieren die zwei Fördermodule

  • Gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan und
  • Heizungsaustausch.

Was umfasst das Fördermodul Gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan?

Im Rahmen dieses Moduls erhalten die Antragstellenden eine unabhängige Beratung. Diese widmet sich den konkreten Potenzialen einer Gebäudehüllensanierung, der Umrüstung bzw. Aufrüstung neuer Anlagentechnik für Heizung, Kühlung und Trinkwassererwärmung sowie den Möglichkeiten des effizienten Einsatzes erneuerbarer Energien.

Ergebnis der Beratung ist ein gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan. Er enthält einen Katalog von technisch aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen, mit deren Durchführung ein Gebäude umfassend energetisch saniert werden kann. Die Maßnahmen erstrecken sich über einen längeren Zeitraum und sind konkret auf die Lebenssituation der Antragstellenden zugeschnitten.

Wird im Rahmen des Sanierungsfahrplans die Umrüstung auf eine neue Heizungsanlage empfohlen, bietet sich die Nutzung des Fördermoduls Heizungsaustausch an.

Was umfasst das Fördermodul Heizungsaustausch?

Dieses Fördermodul dient der Projektfinanzierung bei Umrüstung einer Bestandsimmobilie auf eine neue und effiziente Heizungsanlage. Es werden nicht rückzahlbare Zuwendungen in Form von Festbetragsfinanzierungen gewährt.

HeiztauschPLUS - Das Berliner Förderprogramm für einen Heizanlagentausch
Bild: © Welcomia - shutterstock.com

Die Errichtung folgender Heizungsanlagen wird bezuschusst:

  • Gaskessel auf Basis von Brennwerttechnik,
  • Wärmepumpen,
  • Holzpelletkessel und Holzhackschnitzelkessel,
  • Mini-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (bis einschließlich 20 kWel),
  • Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung (Solarthermie),
  • Brennstoffzellenheizung und
  • Hausstationen für den Anschluss an effiziente Fernwärme.

Eine anteilige Projektfinanzierung kann nur gewährt werden, wenn folgende Heizungsanlagen ersetzt werden:

  • alte Ölkesselheizungen,
  • Gaskessel ohne Brennwerttechnik oder
  • mit Kohle zu befeuernde Einzelöfen

⇒ Weitere Informationen zu den Förderhöhen im Programm HeiztauschPLUS

Werden die neuen Heizsysteme mit solarthermischen Anlagen oder Wärmepumpen kombiniert, können die Kosten hierfür anteilig durch einen Bonus gefördert werden.

Beachten Sie bitte, dass der  Austausch eines Gaskessels ohne Brennwerttechnik durch einen Gaskessel mit Brennwerttechnik nur gefördert werden kann, wenn gleichzeitig eine Wärmepumpe oder Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung und Raumheizung oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung anteilig eingebunden wird.

Ausgeschlossen von jeglicher Förderung sind Eigenbauanlagen, Prototypen und gebrauchte Systeme sowie der erstmalige Einbau eines Heizsystems in Neu- oder Bestandsbauten. 

 

⇒ Weitere Informationen zu den allgemeinen Förderkriterien

⇒ Wer ist antragsberechtigt?